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Leinen

Geschichtliches

Schon seit vielen hundert Jahren wurde Flachs angebaut und zu Leinen verarbeitet. Flachs ist der Name der Flachspflanze, sowie die Bezeichnung des aus ihren Stengeln gewonnenen Fasermaterials bis zur Verspinnung zum Garn und diente seit jeher als Grundmaterial für alle Leinenerzeugnisse.
Im Ravensberger Land wurde schon früh Flachs angebaut und in erster Linie für Bekleidung aus grobem Leinen verwandt.

Im Mittelalter bürgerte sich -wegen seiner Reinheit- die Verwendung des Leinens als Unterwäsche ein. Besonderes Vorbild in der Kultur und Pflege des Flachses waren die Klöster. Auch die Frauen der Fürsten, des Adels und der Bauern spannen und webten für den eigenen Bedarf. Denn der größte Schatz der Hausfrau wurde ihr wohlgefüllter Leinenschrank.

Erst später, etwa im 18. Jahrhundert, begann man in Bielefeld auch feinere Garne aus nicht heimischem Flachs zu Tischzeug zu verarbeiten. Die feinsten Flachsqualitäten werden aufgrund der besonderen Bodenverhältnisse und des Meeresklimas in Westeuropa erzeugt.

In den aufblühenden Städten entwickelte sich die Leinenverarbeitung zum zunftmäßigen Handwerk und Handelsgewerbe. Es bildeten sich Schwerpunkte des Leinengewerbes, die für hohe Qualität sorgten, so vor allen Dingen im westfälischen und schlesischen Raum. Bald verbreitete sich deutsches Leinen weltweit. Gerade auch das Bielefelder Leinen wurde zu einem Synonym für hervorragende Qualität im In- und Ausland.

Die Leinen- und Halbleinen-Weberei
Weben nennt man das Verkreuzen von einer Vielzahl von Fäden, die einerseits in der Längsrichtung und andererseits in der Querrichtung verlaufen. Durch die feste Verbindung dieser Fäden entsteht das Gewebe. Die in der Längsrichtung verlaufenden Fäden heißen „Kette“, die in der Querrichtung verlaufenden heißen „Schuß“. Der Schuß läuft immer von einer Webkante zur anderen und markiert die Breite des Gewebes, während die Kette endlos ist.

Den aus Reinleinen- und Halbleinen gefertigten Erzeugnissen kommen die natürlichen Eigenschaften der Flachsfaser zugute:
Die Festigkeit im trockenen wie im feuchten Zustand, die Haltbarkeit, der Glanz, die Flusenfreiheit, die Unempfindlichkeit gegen Schmutz. Darüberhinaus läßt Leinen sich leicht reinigen und gewinnt - anders als die meisten anderen Materialien - durch seinen Gebrauch den charakteristischen Glanz.

In der Verarbeitung zu weißer Hauswäsche spricht das Leinen von alters her genauso an, wie in der modischen farbigen Verarbeitung der Neuzeit.
Leinen ist ein edler, seit Jahrthunderten bewährter Stoff.

Wir wünschen Ihnen viel Freude an Ihrer Tischwäsche aus dem traditionsreichen Hause Nordmeyer & Kortmann.